Interview mit Dr. Joan Miquel Seguí, Inhaber des gleichnamigen Architekturstudios in Palma de Mallorca zu wichtigen Fragen, die sich Bauherren auf Mallorca in Zeiten des Ausnahmejahres 2020 stellen.

 

Wie ist die aktuelle Lage auf den Baustellen?

Unter Einhaltung der geltenden Schutzmaßnahmen sind alle unsere derzeitigen Baustellen am Laufen. Auch beim Baumaterial gibt es aktuell keine Engpässe. Lediglich bei speziellen Produkten, hauptsächlich in den Bereichen Oberflächenmaterialien , Küchen oder Bäder kann es zu Engpässen kommen, da die Lieferzeiten länger sind.

 

Wie sieht es mit den Fristen für Baugenehmigungen und dem Beginn der Bauarbeiten aus?

Die Fristen laufen weiter – allerdings waren sie in den ersten Wochen des Alarmzustandes in Spanien, der am 14. März 2020 ausgerufen wurde, auf Eis gelegt und wurden ab 1. Juni 2020 reaktiviert. Während der Wochen des Alarmzustandes führten die städtischen Architekten die Bearbeitung eingereichter Unterlagen weiter.

 

Ist es sinnvoll, mit den anstehenden Bauarbeiten zu beginnen oder ist Aufschieben die bessere Option?

Wir beobachten, dass es bei den Baupreisen keine Tendenz nach unten gibt. Auch scheint die Nachfrage nach höherwertigen Projekten weiter anzuziehen. Im Süden und Südwesten Mallorcas sind die Preise stabil, auf hohem Niveau, während auf der anderen Seite Palmas, ab Arenal im Südosten sich bereits viele Projekte in Planung oder im Bau befinden und die Preise anziehen. Die jüngsten Änderungen der gesetzlichen Vorschriften führen zu einer weiteren Einschränkung städtischen Baulandes (städtisches Bauland wird teilweise in ländlichen Grund umgewandelt, auf dem nicht gebaut werden kann) und der Größe für Bauprojekte auf ländlichem Grund, was mit hoher Wahrscheinlichkeit die Preise weiter in die Höhe treiben wird.

 

Wie sieht es mit den eingereichten Basisprojekten und anderen Anträgen aus? Arbeiten die Stadtverwaltungen?

Die Stadtverwaltungen arbeiten. Allerdings sind die für Anträge und Nachfragen häufig sehr nützlichen persönlichen Gesprächstermine  deutlich eingeschränkt, da diese nur noch mit vorheriger Terminabsprache organisiert werden können und es aktuell Wartezeiten für diese Termine gibt. Andererseits beantworten die technischen Architekten der Stadt und der Gemeinden recht zügig Anfragen per Email. Auch können Unterlagen und Projekte online eingereicht werden. Bei allen wird das entsprechende Datum telematisch registriert.

 

Wie funktioniert das Arbeiten in unserem Architekturstudio Joan Miguel Seguí angesichts dieser neuen Herausforderungen und was können unsere Kunden erwarten?

Das Arbeiten an Projekten in unserem Studio läuft reibungslos. Auch bei uns nutzen einige Kollegen verstärkt die Möglichkeit des Homeoffice. Bereits Anfang 2019 führten wir eine neue online basierte Organisation unsere Projekte ein, die uns räumliche Flexibilität gibt und die Projektabläufe flexibler und agiler macht. 

Die vielleicht größte Veränderung müssen unsere Kunden erfahren, die in den vergangenen Wochen nicht wie gewohnt – und häufig kurzfristig – nach Mallorca reisen konnten. Um unsere Kunden zumindest virtuell in unseren Besprechungsraum zu holen und auf diese Weise gemeinsam über Ausführungsdetails oder Materialien zu sprechen, haben wir eine professionelle Videokamera einbauen lassen, die den gesamten Besprechungsraum im Blick hat und Videokonferenzen zu einem fast realen Erlebnis machen.

Wenn es unsere Kunden wünschen, nehmen wir sie auch virtuell zur Baustelle mit und können Details per Videocall besprechen.

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