Protagonisten dieses Bauwerkes sind Tonelemente, die traditionell zum Bau von Sichtblenden eingesetzt werden und, neu  interpretiert, den Zugang zu Palmas Intermodalen Bahnhofs mit eine einzigartigen Überdachung versehen. Ein ausgefallenes Konzept, basierend auf einer Kombination aus Innovation und Tradition, mit dem das Architekten Team Joan Miquel Seguí internationale Preise gewonnen hat.

 

 

Wie Tonziegel mit scheinbar schwebender Transparenz überraschen – die Geschichte

 

Wenn Designideen eng gesteckte finanzielle Grenzen einhalten müssen, ist dies immer eine Herausforderung. Wenn dazu noch verschiedenste Bedingungen zu erfüllen sind, bei denen es darum geht, ein funktionales Gebäude zu schaffen, das gleichzeitig Innovation und Tradition zeigt, die historische Umgebung respektiert, sich selbst hervorhebt, ohne das historische Nachbargebäude zu unterdrücken, dann bemerken Sie, dass Sie viel tiefer in den Entstehungsprozess einsteigen und neue, überraschende Lösungen finden müssen, vor allem, weil es nicht um die Schaffung eines ganzen Gebäudes geht, sondern nur um ein Dach; ein besonderes, ein notwendiges, ein schönes.

Bis dahin war der Haupteingang des Intermodalbahnhofs von Palma de Mallorca nicht überdacht. Freiliegende Treppen und Rolltreppen führten zum unterirdischen Bahnhof und Busbahnhof hinunter. An Regentagen ein ernstes Problem, das gelöst werden musste. Ebenso wie die Tatsache, dass der Eingang mehr Sichtbarkeit benötigte und von Touristen und Einheimischen leicht gefunden werden sollte, was uns veranlasste, ein auffälliges und einladendes Dach zu entwerfen.

 

Die Idee zu einer ungewöhnlichen Dachkonstruktion

 

Die Idee war es, ein solides Dach zu schaffen, das gleichzeitig einen leichten und sogar schwebenden Eindruck hinterlässt. Beeinflussend, aber nicht störend für die Ruhe und den Charme der bestehenden historischen Gebäude. Also ließen wir die Entwürfe und vertieften uns in die Materialforschung. In unserem Architekturbüro erfinden wir gerne traditionelle Elemente neu, Elemente, die ihre Spuren in der Geschichte der Architektur hinterlassen haben, Elemente mit Wurzeln und Beständigkeit, traditionelle Elemente und Materialien, die in der Lage sind, moderne Bedürfnisse zu erfüllen und in vielen Fällen sogar die Erwartungen zu übertreffen. Warum nicht mit Fliesen arbeiten?

Die ausgewählten Tonziegel haben eine lange Geschichte in der Architektur und sind in den südlichen Ländern als Lichtfilter beliebt. Sie lassen Licht und Luft ein, schützen das Innere der Sonne, bieten Schutz und Transparenz und bieten eine Vielzahl von Variationen, die an viele Konstruktionen angepasst werden können, da die Formen individualisierbar sind.

 

Aber als Material selbst sind Tonziegel schwer. Wie kann man sie trotzdem leicht und schwebend aussehen lassen?

Mit einer Vision, die auf einem linearen Konzept basiert, haben wir beschlossen, das Design der einzelnen Tonteile so zu entwickeln, dass nach dem Zusammenfügen eine einheitliche und einzigartige Vision entsteht. Das Einzelstück hat eine Größe von 12x24x12cm mit einer dominanten Diagonale im Kern, die es ermöglicht, die Tonziegel in beide Richtungen zu platzieren und verschiedene Muster zu kreieren.

Einmal zusammengefügt, scheinen die Ziegel – mit ihrem Gesamtgewicht von mehr als 20.000 kg! – der Schwerkraft zu trotzen und erscheinen leicht und filigran. Möglich macht dies ein speziell entwickelten Stützgerüst und die Zusammenfügung der einzelnen Ziegel zu einem Raster, wodurch ein formaler Dialog entsteht, der die chromatische und materielle Beziehung zwischen den neuen Ziegeln und den bestehenden alten Gebäuden ergänzt.

Gleichzeitig schützt die neue Überdachung den Eingang zur Station vor Wasser und erfordert aufgrund ihrer einfachen Beschaffenheit und der Haltbarkeit des Materials nur minimale Wartung.

Gewinner verschiedener Preise mit internationaler Presseresonanz

Das ausgefallene Konzept und die außergewöhnlich Kombination aus Innovation und Tradition haben die Juroren verschiedener Gremien überzeugt. Gleich mehrere Preise zeichnen die markante Überdachung im Zentrum Palmas an der Plaza de España aus. Das Presseecho liess nicht auf sich warten und internationale Medien berichteten über die prämierte Architektur im Herzen von Palma de Mallorca.

Hier ein paar Links zu verschiedenen Veröffentlichungen in internationalen Medien:

 Word Architects, internationales Netzwerk für ausgesuchte Architektur, weltweit

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Polis Magazin, urban developpment, Deutschland

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Fachpublikation Architektur, Russland

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Mallorca Magazin, deutschsprachiges Magazin, Spanien

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Baunetz, Architekten-News Deutschland

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